Josef Bielefeld: „Problemloser Generationswechsel mit TISLOG Logistics & Mobility“

dateDonnerstag, 20. August, 2015

Josef Bielefeld: "Problemloser Generationswechsel mit TISLOG Logistics & Mobility"

Wir haben unsere Produktpalette wesentlich erweitert und völlig neu strukturiert. Firmengründer und Geschäftsführer Josef Bielefeld erklärt in diesem Interview die Hintergründe.

Was verbirgt sich hinter dem neuen Namen TISLOG Logistics & Mobility?

Josef Bielefeld: Der Name TISLOG Logistics & Mobility ist ein klares Bekenntnis zur Logistikbranche und einer fortschreitenden Internationalisierung im Kundenumfeld von TIS mit namhaften Namen wie Gebr. Weiss, die Raben-Group oder der CAMION Transport AG.

Welche Zielgruppen haben Sie vor Augen?

Josef Bielefeld: Mit unserer erweiterten und modular aufgebauten Produktpalette wenden wir uns an kleine, mittlere und große Unternehmen. Völlig neu sind die unter dem Namen TISLOG mobile Smart und TISLOG mobile Enterprise angebotenen mobilen Lösungen für Android-Geräte.

Und was ist mit PSV3?

JB: Die vielfach bewährte Lösung PSV3 bleibt unter dem neuen Namen TISLOG mobile PSV3 Bestandteil des Portfolios und eignet sich für Handheld-Computer mit Windows Embedded 6.5.

Wie grenzen sich die neuen Lösungen davon ab?

JB: TISLOG ist die Weiterentwicklung und Erweiterung des bewährten PSV3-Systems auf Basis neuer Technologien wie WEB-Services, HTML5 und Java Script. Der Fokus der Entwicklung lag auf einer möglichst hohen Flexibilität und Geschwindigkeit beim Umsetzen spezifischer Kundenwünsche. Dazu gehört ein so genanntes „Workflow-Overloading“…

Was bedeutet das?

JB: …das heißt, dass der auf den mobilen Endgeräten implementierte Standard-Ablauf durch einen kundenspezifischen Workflow überlagert werden kann. Bei herkömmlichen Lösungen müssen solche Änderungen im StandardProgramm vorgesehen und per Konfiguration freigeschaltet werden.

Gibt es weitere Unterschiede zu PSV3?

JB: TISLOG mobile Enterprise bietet einen mit PSV3 vergleichbaren Leistungsumfang. Dazu gehören auch die bekannten Funktionen für das systematische Abarbeiten von Checklisten durch den Fahrer. Beispiele sind Lkw-Abfahrt-Kontrollen oder das Dokumentieren von Schäden während der Be- und Entladung.

Was machen denn Ihre Bestandskunden, die PSV3 im Einsatz haben?

JB: Grundsätzlich lassen sich mobile Geräte mit PSV3 und TISLOG mobile Enterprise parallel einsetzen, was einen problemlosen Generationswechsel ermöglicht. PSV3 wird dabei wie bisher von TIS weitergepflegt werden.

Gilt das auch für TISLOG mobile Smart?

JB: TISLOG mobile Smart lässt sich nicht mit PSV3 vergleichen. Hier handelt es sich um eine betriebssystemunabhängige BYOD-Lösung (BYOD = Bring Your Own Device), die für Charter-Verkehre oder Spot-Aufträge konzipiert wurde. Das System erfordert kein Installieren von Apps oder sonstiger Software und bezieht die Auftragsdaten online über eine der Tour zugeordneten Website.

Wie funktioniert das?

JB: Zu Beginn der Tour ruft der Fahrer am Handy die entsprechende Webadresse (URL) im Browser auf und arbeitet die dort angezeigten Aufträge ab. Nach der Auslieferung werden die neuen Sendungsstatus, Fotos oder Ablieferquittungen gesichert per Daten-Upload an den zentralen Sicherheits-Server übertragen. Mit dieser Konstellation gewährleistet TISLOG mobile Smart zu jeder Zeit den Schutz sensibler Auftrags- und Kundendaten, die zu keiner Zeit auf dem Handy des Fahrers gespeichert werden.

Was ist im Zuge der Neuerungen aus dem WebPortal InfoDesk geworden?

JB: Das komplett überarbeitete Webportal InfoDesk wurde in TISLOG office integriert und kann nun jederzeit ohne zusätzliche Installationen freigeschaltet werden. Unter dem Namen TISLOG office hat TIS alle Server-Dienste zum Steuern und Verwalten der mobilen Geräte zusammengefasst. Die Server-Lösungen von TISLOG office haben integrierte Funktionen zur Geräteverwaltung und zur Verteilung der mobilen Software (Deployment), wodurch sich Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit wesentlich erhöhen. Das neue Server-Konzept erleichtert es Kunden, sich für einzelne Dienste von TIS zu entscheiden und sich eine individuelle Gesamtlösung zusammenzustellen. Dabei können Komponenten von TIS mit Bestandteilen von anderen Software- und Hardware-Herstellern problemlos miteinander kombiniert werden.

Demnach fungiert TISLOG office als Online-Schnittstelle für die Telematikdaten aus den mobilen Endgeräten?

JB: Ganz genau. Im Portal können die Daten direkt bearbeitet oder von dort automatisch an die kundenseitige Speditions-Software übertragen werden. Diesbezüglich wurden bereits zahlreiche Schnittstellen zu verschiedensten Systemen realisiert.

Apropos: Übernimmt TISLOG nicht auch schon Funktionen einer Speditions-Software?

JB: Auch hier gab es viele Erweiterungen: Mit TISLOG office DispoBook können Aufträge erfasst und disponiert werden, sowohl für Teil- und Komplettladungen als auch Stückgut. Neu ist hierbei eine automatische Tourenbildung aufgrund von Linienplänen und Kundenstammdaten. Außerdem lassen sich mit TISLOG office jetzt Wechselbrücken- und Auflieger ebenso verwalten wie Ladegefäße oder Behälter – und das mit Auftrags- und Tour-Bezug. Damit übernimmt das Webportal auch teilweise Funktionen eines Transportmanagementsystems.

Haben wir noch Module vergessen?

JB: Eine weitere Säule im neu strukturierten Produktportfolio bildet TISLOG telematics. Hierbei handelt es sich um ergänzende Produkte und Services rund um die Daten des Tachografen und der FMS-Schnittstelle. Basierend auf unserer neuen Telematik-Einheit „TruckBox premium“. Und unter dem Namen „TISPLUS“ hat TIS schließlich das bewährte und selbst entwickelte Hardware Zubehör zusammengefasst. Wir haben bereits zahlreiche Fahrzeughalterungen und ergonomische Pistolengriffe entwickelt. Neu ist das professionelle Zubehör für Tablets mit einzigartigen Funktionen für den Einsatz im rauen Speditionsalltag.

Herr Bielefeld, vielen Dank für das Gespräch!

 Quelle Titelbild: TIS GmbH

Written by Marcus Walter

Marcus Walter ist freier Fachjournalist für die Bereiche Transport und Logistik. Zu seinen Fachthemen zählen unter anderem Software, Telematik und Ladungssicherung. Der gelernte Speditionskaufmann und Betriebswirt hat einige Jahre in verschiedenen Redaktionen gearbeitet, bevor er sich 2006 selbständig machte. Seit 2009 liefert der verheiratete Familienvater neben Texten und Fotos auch komplette Video-Reportagen.



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