Die schöne neue Welt: Künstliche Intelligenz im Autoverkehr

dateMittwoch, 14. März, 2018

Glaubt man dem Branchenverband Bitkom, so sehen die meisten Bundesbürger sehr große Chancen für Künstliche Intelligenz  (KI) in Fahrzeugen.

Sobald Routen optimiert werden sollen oder Touren besser geplant werden sollen, geht in der Logistik kein Weg an der Telematik mit entsprechend nach gelagerten Systemen vorbei. Die Technik sorgt dafür, dass Daten vom Fahrzeug in Zentralen gelangen und umgekehrt. Das ist schon seit fast zwei Jahrzehnten der Fall. Bisher bleiben die Anwender in der Branche doch eher unter sich. Das ändert sich zunehmend.

KI lebt von Daten

Die Zeiten, in denen ein Navigationssystem nur alle drei Monate ein Update bekam, das wiederum teilweise auch schon wieder überalterte Daten hatte, sind zumindest fast vorbei. In Echtzeit können mittlerweile viele Systeme in Auto und Lkw aktualisiert werden. Davon profitieren auch Planungs- und Analysesoftware. Der Einzug Künstlicher Intelligenz (KI) in diese Systeme macht es möglich, Routen besser zu planen und bei Staus und Unfällen rechtzeitig eine alternative Strecke zu bestimmen. Doch KI lebt von Daten. Es genügt daher nicht, zu wissen, dass es vor kurzem einen Unfall auf der Autobahn gegeben hat, auch die möglichen Alternativrouten müssen dann aktuelle Statusberichte melden, um wirklich die beste Strecke zu finden – und hier fehlt es noch immer an ausreichend Material.

Besser navigieren mit KI

Dennoch, neun von zehn Bundesbürgern wünschen sich nach einer Umfrage des Bitkom dass KI-Systeme in Fahrzeugen eingesetzt werden. Sie sollen die optimale Route finden, Staus umfahren und bei Unfallgefahren rechtzeitig warnen. Ein durchaus gerechtfertigter Wunsch, wenn denn dann die Daten vorhanden sind. Das gilt auch für eine intelligente Verkehrssteuerung in den Städten. Auch hier ließe sich mit KI nach der Überzeugung von 86 Prozent der Bundesbürger, eine Ampelschaltung optimieren oder Fahrspuren bei Bedarf sperren beziehungsweise freigeben. Diese sogenannten Intelligenten Verkehrssysteme (ITS) etablieren sich zunehmend in den Städten. Ein paar interessante Beispiele werden in diesem Jahr auf dem ITS Weltkongress in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen zu sehen sein.

Etwas zurückhaltender sind die Bundesbürger weiterhin bei der Frage, ob sie es für sinnvoll halten mit KI ausgestattete autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Immerhin können es sich mit 58 Prozent der Befragten mehr als die Hälfte der Bundesbürger vorstellen.

 

Written by Ralf Johanning

Ralf Johanning ist studierter Politikwissenschaftler und freier Journalist. Seit über zehn Jahren berichtet er über die Transport- und Logistikbranche. Zu den Schwerpunkten gehören Themen wie Telematik, Software und ITK. Der ausgebildete Redakteur, Ressortleiter und Pressereferent hat im Jahr 2006 mit seiner Partnerin Ann-Christin Wimber das Redaktionsbüro Alte Schule gegründet.



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