Geisterfahrer – Eine tödliche Gefahr auf unseren Autobahnen

Polizeipräsidium Münster - Direktion Verkehr

Jährlich werden auf Deutschlands Straßen 2500 Falschfahrer gemeldet. Polizeihauptkommissar Christoph Becker informiert über die Gefahren durch diese „Geisterfahrer“ – und gibt Tipps, wie man sich verhalten sollte, wenn man sich einem Falschfahrer gegenüber sieht (oder gar selbst versehentlich zum Falschfahrer wurde).

Wie verhalte ich mich richtig, wenn mir ein Falschfahrer entgegenkommt oder ich die Meldung im Radio höre?

Fahren Sie rechts und überholen Sie nicht.
Verringern Sie das Tempo verringern und verzichten Sie auf Vollbremsungen.
Vergrößern Sie den Abstand zum Vordermann – dadurch hat man eine bessere Sicht nach vorn und kann reagieren, falls einem der Falschfahrer entgegenkommt.
Verzichten Sie auf das Betätigen der Lichthupe – wenn der Falschfahrer noch gemerkt haben sollte, dass er in der falschen Richtung unterwegs ist, macht ihn das nur noch nervöser.

Wenn Sie auf der BAB unterwegs sind, sollten Sie stets den Verkehrswarnfunk eingeschaltet haben. Falschfahrer werden dort nach Bekanntwerden umgehend gemeldet!

Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich selbst zum Falschfahrer geworden bin?

Wenn Sie sich auf dem Überholstreifen befinden (das ist die Regel) rechts an die Mittelschutzplanke fahren.
Anhalten.
Licht und Warnblinkanlage einschalten.
Wenn möglich das Fahrzeug verlassen und sich zwischen die in der Regel vorhandenen Doppelleitplanken im Mittelstreifen stellen. Dort auf die Polizei warten, die sicherlich schon informiert ist.
Keinesfalls wenden oder zurücksetzen.
Auf den vielbefahrenen Autobahnen zu wenden, ohne dass der Verkehr steht, ist höchst gefährlich!

Mutprobe: Bei einer Mutprobe wird wegen einer vorsätzlichen Tötungshandlung und wegen versuchten Mordes oder Totschlags ermittelt.

Christoph Becker

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