Mobile Endgeräte: Heiße Ohren beim Telefonieren

dateDienstag, 5. März, 2019

Mobile Endgeräte zum Telefonieren oder zur Datenübertragung sind unsere ständigen Begleiter. Dabei achten jedoch nur wenige beim Kauf auf die Strahlung der Geräte. Eine hilfreiche Unterstützung erhalten Käufer vor ihrer Entscheidung für ein neues Handy beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Wer lange telefoniert und dabei das Handy am Ohr hat, kann schon mal spüren, das es dabei heiß wird. Schuld daran sind hochfrequente Felder, die mobile Telefone und auch Tablets aufbauen, wenn sie über einen Mobilfunkstandard auf Empfang gehen. Der Körper nimmt in diesem Fall einen Teil der Energie auf, die das Mobiltelefon abgibt. Ob das gefährlich für den Menschen werden kann, steht bis heute nicht fest. Das BfS stellt dazu fest, dass nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik keine Gefahr vom Mobilfunk ausgeht.

Moderne Mobilfunkstandards verwenden

Trotzdem gibt es Möglichkeiten sich vor möglichen Gesundheitsschäden zu schützen. So sollte jeder möglichst nur dann telefonieren oder Daten versenden, wenn zumindest eine UMTS- oder LTE-Verbindung besteht, denn diese Mobilfunkstandards starten ihren Verbindungsaufbau immer mit der geringsten Sendeleistung und steigern diese, wenn nötig. Der erste Mobilfunkstandard GSM macht es genau umgekehrt und sendet zuerst mit voller Leistung. Sobald ein sicheres und stabiles WLan-Netz vorhanden ist, sollte dieses ebenfalls benutzt werden.

Außenantenne für Fahrzeuge

Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist nach Angaben des BfS eine Außenantenne an Fahrzeugen. Die Karosserien von Lkw und Pkw wirken als faradayscher Käfig und lassen die Mobilsignale nur schlecht entweichen. Daher müssen die Mobilgeräte ohne Außenantenne mit hoher Strahlung arbeiten.

Viele Tipps beim BfS

Zudem kann beim Kauf darauf geachtet werden, wie sehr ein Modell strahlt. Das bestimmt die sogenannte Absorptionsrate (SAR). Sie ist ein wichtiger Indikator, um die Strahlungsintensität der Mobiltelefone anzugeben und wird in Watt pro Kilogramm berechnet. So gelten nach Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz Mobilgeräte unter 0,5 Watt pro Kilogramm als Strahlungsarm. Der Höchstwert beträgt laut BfS 2,0 Watt pro Kilogramm. Das gilt bei den beiden üblichen Messmethoden, bei denen einmal der Wert am Kopf (0,5 cm vom Kopf) und bei der anderen Methode, der Wert am Körper (2,5 cm vom Körper) gemessen wird.  Wer genau wissen möchte, wie hoch die Werte bei Mobilgeräten sind, der findet auf der Internetseite des BfS eine ausführliche Liste, die seit dem Jahr 2002 ständig erneuert wird.

 

Written by Ralf Johanning

Ralf Johanning ist studierter Politikwissenschaftler und freier Journalist. Seit über zehn Jahren berichtet er über die Transport- und Logistikbranche. Zu den Schwerpunkten gehören Themen wie Telematik, Software und ITK. Der ausgebildete Redakteur, Ressortleiter und Pressereferent hat im Jahr 2006 mit seiner Partnerin Ann-Christin Wimber das Redaktionsbüro Alte Schule gegründet.



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