Narrowband IoT über Grenzen hinweg verfügbar

Narrowband IoT

Die Deutsche Telekom hat angekündigt mit Swisscom, Teli Company und Vodafone Roaming-Vereinbarungen für Narrowband IoT abgeschlossen zu haben.  

Ein geringer Verbrauch und geringe Kosten zählen zu den Vorteilen der Funktechnik. Narrowband IoT (NB-IoT) lässt sich daher für die Verfolgung von Container oder auch nur eines Packstückes gut einsetzen, solange die Menge der zu sendenden Daten gering bleibt.

Das Problem war bisher jedoch, dass die Telekommunikationsanbieter nur in ihren eigenen Märkten NB-IoT anbieten konnten. Bisher gab es in diesem Niederfrequenzbereich von 180 Kilohertz nur wenige Kooperationen für ein Roaming. Jetzt gab die Deutsche Telekom bekannt mit der Swisscom, Delia Company und Vodafone entsprechende Verträge unterzeichnet zu haben.

Roaming in 18 europäischen Ländern bei der Telekom verfügbar

Somit sei nach Angaben des Telekommunikationsherstellers NB-IoT Roaming in Kürze in 18 europäischen Ländern verfügbar. Dazu gehören die Netze der Deutschen Telekom in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Griechenland, Polen und Kroatien. Weiterhin die Netze der Swisscom in der Schweiz und Liechtenstein, sowie von Telia Company in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden. Zudem die Netze von Vodafone in Spanien, Italien, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich.

Wichtige Anwendungen für Transport- und Logistik möglich

Für Transport- und Logistikunternehmen, die in diesen Ländern unterwegs sind, entstehen damit neue Möglichkeiten für die Übermittlung wichtiger Daten wie die Position oder auch in geringem Umfang Temperaturen. Bei Narrowband IoT ist jedoch immer darauf zu achten, dass in den LTE-Categorien NB1 und NB2 des  3. Generation Partnership Projects (3GPP) die Downlink Peak Raten sehr gering sind. So liegt diese bei 26 kbit/s für NB1 und bei 127 kbit/s für NB2. Zudem sollte für eine lange Haltbarkeit der Geräte der Energieverbrauch möglichst gering bleiben. Eine kontinuierliche Übermittlung der Geodaten wäre dann wohl kontraproduktiv. Wer in seiner Supply Chain hingegen, nur an wichtigen Punkten ein Update benötigt, der kann auch NB-IoT setzen. Dieser Markt wird auf jeden Fall weiter wachsen.

Bereits vor zwei Jahren gelang es der Deutschen Telekom und der Vodafone Group Raoming-Tests erfolgreich abzuschließen. Damals testeten die beiden Hersteller wichtige Energiesparfunktionen wie Power Saving Mode (PSM), Long Periodic Tracking Area Update (TAU) und verschiedene Messungen der Durchsatzwerte und Paketumlaufzeiten (Round Trip Time, RTT). Eines der Ergebnisse sind die jetzt unterzeichneten Verträge.

Weiteres Infos der TELEKOM-Mitteilung

Ralf Johanning

Ralf Johanning ist studierter Politikwissenschaftler und freier Journalist. Seit über zehn Jahren berichtet er über die Transport- und Logistikbranche. Zu den Schwerpunkten gehören Themen wie Telematik, Software und ITK. Der ausgebildete Redakteur, Ressortleiter und Pressereferent hat im Jahr 2006 mit seiner Partnerin Ann-Christin Wimber das Redaktionsbüro Alte Schule gegründet.

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