Neuerungen rund um Verkehr und Sicherheit 2019 – die Polizei informiert

dateDonnerstag, 31. Januar, 2019

Polizeipräsidium Münster - Direktion Verkehr

Ob Baustellen, Dieselfahrverbote oder Kleintransporter-Regelungen – zum Start ins neue Jahr gibt es eine Vielzahl von bereits in Kraft getretenen oder für 2019 geplanten Gesetzesänderungen und -neuerungen rund um Verkehr und Verkehrssicherheit. Hier eine Übersicht:

Problemfall Baustellen

NRW wird vermutlich auch 2019 wieder Nummer eins in Sachen Staulänge werden. Im letzten Jahr lag der Höchstwert bei 584 Kilometer Stau in NRW. Die größten Engpässe werden aufgrund von Baustellen und Sanierung vieler Brückenbauwerke erwartet.

Präventionstipps

  • Verkehrswarnfunk beachten, nach Möglichkeit Stoßzeiten vermeiden und Baustellen umfahren.
  • Geschwindigkeit und Abstand den Verkehrsverhältnissen anpassen.
  • Die tatsächliche Fahrzeugbreite kennen und sich in Baustellen an die Vorschriften zur Fahrstreifennutzung halten.
  • Bei Stau den rückwärtigen Verkehr durch Einschalten der Warnblinkanlage auf die Gefahr aufmerksam machen.
  • Vorschriften zur Rettungsgasse beachten.

Problemfall Dieselfahrverbote

In 65 Kommunen sind die festgelegten Stickstoffwerte zu hoch. An der Spitze stehen München, Stuttgart und Köln. Einige Städte wie z.B. Hamburg haben bereits auf Teilstrecken ein Dieselverbot verhängt. In Stuttgart gilt seit dem 01. Januar erstmalig im gesamten Stadtgebiet Fahrverbot für auswärtige Euro 4 Dieselfahrzeuge. Ab April 2019 gilt diese Regelung auch für Einheimische und ab September soll es auf Fahrzeuge der Euro 5 Klasse ausgeweitet werden. Ausnahmeregelungen sind für einige Handwerksfirmen, sowie Busse, Taxen, Einsatz-und Hilfsfahrzeuge vorgesehen. Es ist geplant, dass weitere Großstädte folgen. Mit der BAB 40 rund um Essen wäre auch erstmalig eine Autobahn betroffen.

  • Vor Fahrtantritt die Route genau planen und sich über eventuelle Fahrverbote informieren
  • Ausnahmeregelungen beachten und sich genau erkundigen, welche Vorrausetzungen dafür erfüllt sein müssen
  • Aufgrund der großen Unsicherheit und ständigen Neuerungen die Nachrichtenlage und Änderungen im Auge behalten
  • Umleitungen sind in der Regel ausgeschildert

Problemfall Kleintransporter

Die sogenannten Kleintransporter (Lkw bis 3,5t) setzen die Logistikbranche erheblich unter Druck, da viele gesetzliche Vorschriften wie beispielsweise Ruhezeiten, Geschwindigkeiten usw. für sie nicht in der gleichen Form wie bei Fahrzeugen mit einer höheren zulässigen Gesamtmasse gelten. Daher werden sie immer öfter im Güterverkehr eingesetzt, um die Umsätze der Firmen zu erhöhen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit, aber auch der steigenden Unfallzahlen soll das Thema in 2019 auf europäischer Ebene erörtert werden.

  • Vorsicht vor unvorhersehbaren Fahrmanövern aufgrund von Überladung oder mangelnde Ladungssicherung gerade bei hohen Geschwindigkeiten auf der BAB
  • In Deutschland gelten ab 2,8 t zulässige Gesamtmasse Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten. Vor Fahrtantritt darüber informieren
  • Fahrer stehen oft unter hohen Termindruck, daher auf Anzeichen von Müdigkeit oder mangelnder Konzentrationsfähigkeit achten

Weitere News aus der Polizeipräsidium Münster, Direktion Verkehr – Verkehrsprävention Verkehrsunfallprävention

  • Im Jahr 2018 wurde eine steigende Anzahl von Verkehrstoten (3.220) und Schwerverletzten (393.000) verzeichnet. Nachdem der Trend jahrelang rückläufig war, sind die Zahlen leicht ansteigend. Ursächlich könnte die hohe Verkehrsdichte und Zunahme der Neuzulassungen sein.
  • Tempo 100 mit Anhänger? Dies soll in der Schweiz bald möglich werden. Darüber hinaus wird es zur Pflicht, dass man auch in der Schweiz bei entsprechender Verkehrssituation eine Rettungsgasse bildet.
  • Erstzulassung online möglich. Ein entsprechender Antrag wurde durch das Verkehrsministerium auf den Weg gebracht und soll im Laufe des Jahres umgesetzt werden. Dazu wird man aller Voraussicht nach einen Personalausweis mit aktivierter Onlinefunktion benötigen.
  • Um Unfälle durch geräuschlose Elektrofahrzeuge zu verhindern, sollen diese zukünftig ein akustisches Signal erzeugen. Der Ton ist dem Geräusch eines Motors nachempfunden.
  • Für Übersicht an der Zapfsäule sollen geometrische Symbole sorgen, die einheitlich in ganz Europa künftig die Kraftstoffe kennzeichnen und so Unsicherheiten oder Falschbetankungen im Ausland verhindern sollen.
  • Erhöhung der Mautkosten unter Berücksichtigung der Lärmbelästigung geplant.

 

 

 

 

Written by Martina Habeck

Polizeioberkommissarin und Verkehrssicherheitsberaterin der Polizei Münster
Die Verkehrssicherheitsberatung der Polizei Münster informiert Fahrerinnen und Fahrer im gewerblichen Güter- und Personenverkehr kostenlos durch den Versand von regelmäßigen „Informations-Mails“.



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