Akzeptanz für selbstfahrendes Auto steigt

dateDonnerstag, 27. August, 2015

Akzeptanz für selbstfahrendes Auto steigt

In einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom gab jeder Dritte an, ein autonom fahrendes Auto nutzen zu wollen. Besonders groß ist der Anteil der 14 – 29 Jährigen mit über 40 Prozent. Eine gewisse Akzeptanz der Verbraucher ist also vorhanden. Wenn alle weiter intensiv daran arbeiten, könnten in ein paar Jahren selbstfahrende Autos den Verkehr bestimmen.

So langsam aber sicher kommt Bewegung in die Zukunft der Mobilität. Oft genug scheitern Ideen und zukunftweisende Konzepte an der Akzeptanz der Verbraucher. Beim selbstfahrenden Auto scheint das anders zu sein. Das zeigt eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom. Demnach können sich 34 Prozent der Befragten vorstellen, ein autonom fahrendes Auto zu nutzen. Das entspricht laut Angaben des Verbandes 24 Millionen Menschen in Deutschland. Interessant ist dabei, dass es sich in der Altersgruppe der 14-29 Jährigen sogar 41 Prozent sind, die sich in solch ein Fahrzeug setzen würden. Das deutet auf die Zukunftsfähigkeit der Technik hin.

Rechtliche Voraussetzungen schaffen

Doch bis zur endgültigen Umsetzung ist es noch ein weiter Weg in Europa. Das beginnt schon beim Recht. Noch gilt das Wiener Übereinkommen von 1968. Demnach muss der Fahrer jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug haben. Die Vereinten Nationen haben zwar vor gut einem Jahr die Regelung ergänzt, diese muss jedoch noch in nationales Recht umgesetzt werden. Zumindest sind dann autonome Fahrsysteme zulässig, solange sie jederzeit vom Fahrer gestoppt werden können. Bitkom weist berechtigter Weise darauf hin, dass die rechtlichen Regelungen international harmonisiert werden, um grenzüberschreitende Fahrten im vernetzten Auto überhaupt möglich zu machen.

Vorsicht mit personenbezogenen Daten

Auch die Diskussion um die Daten ist noch lange nicht beendet. Gerade personenbezogene Daten wie die Position des Fahrzeuges stehen in der Kritik. Das ist durchaus berechtigt, denn nicht jeder möchte, dass er permanent verfolgt werden könnte. Hier müssen die Unternehmen Lösungen schaffen, um diese Daten zu anonymisieren. Das ist durchaus möglich. Es kann dann trotzdem festgestellt werden, dass ein bestimmtes Fahrzeug eine Panne hat. Mit einer entsprechenden Car-to-Car- und Car-to-Infrastruktur-Kommunikation lassen sich dann nachfolgende Fahrzeuge rechtzeitig warnen. Bei autonom fahrenden Autos ließe sich sogar die Geschwindigkeit automatisch anpassen.

Bis zur komplexen, automatischen Steuerung des Verkehrs wird es noch ein paar Jahre dauern. Dann sind aber auch die 14-Jährigen soweit, dass sie Auto fahren und die Akzeptanz solche Fahrzeuge auch zu nutzen, ist dann vorhanden.

Quelle Titelbild: Canstockphoto

Written by Ralf Johanning

Ralf Johanning ist studierter Politikwissenschaftler und freier Journalist. Seit über zehn Jahren berichtet er über die Transport- und Logistikbranche. Zu den Schwerpunkten gehören Themen wie Telematik, Software und ITK. Der ausgebildete Redakteur, Ressortleiter und Pressereferent hat im Jahr 2006 mit seiner Partnerin Ann-Christin Wimber das Redaktionsbüro Alte Schule gegründet.



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